Melissa officinalis im Porträt: was die Zitronenmelisse ausmacht
Zitronenmelisse ist ein zitronig duftendes Küchenkraut aus der Familie der Lippenblütler, das frisch wie getrocknet vor allem für Tee und in der Küche verwendet wird. In diesem Beitrag liest du, woher die Zitronenmelisse stammt, woran du gute Bio-Qualität erkennst, wie du sie von Minze und Zitronengras unterscheidest und wie du sie als Tee zubereitest und richtig aufbewahrst.
Zitronenmelisse
- Pflanze
- Melissa officinalis
- Familie
- Lippenblütler
- Herkunft
- Mittelmeerraum
- Pflanzenteil
- Blätter
- Aroma
- zitronig, frisch
- Verwendung
- Tee, Küche
Was ist Zitronenmelisse?
Zitronenmelisse (Melissa officinalis) ist eine mehrjährige Kräuterpflanze aus der Familie der Lippenblütler, deren Blätter beim Zerreiben intensiv nach Zitrone duften. Ihren Namen verdankt sie dem griechischen Wort für Honigbiene, denn die kleinen weißen Blüten sind bei Bienen sehr beliebt. Die Pflanze wächst buschig etwa 30 bis 90 Zentimeter hoch und bildet herzförmige, leicht gezähnte Blätter mit einer fein runzeligen Oberfläche. Das typische Zitronenaroma stammt aus den ätherischen Ölen der Blätter, darunter Citral und Citronellal, die beim Reiben freigesetzt werden. Verwendet werden vor allem die jungen Blätter, frisch oder getrocknet, klassisch als Teekraut und als aromatische Zutat in der Küche. Umgangssprachlich heißt die Pflanze oft einfach Melisse, gemeint ist damit dieselbe Art.
Zitroniger Duft
Die Blätter riechen beim Reiben frisch nach Zitrone, ganz ohne Säure.
Lippenblütler
Verwandt mit Minze, Salbei und Thymian aus der Familie der Lamiaceae.
Bienenweide
Der Name geht auf das griechische Wort für Honigbiene zurück.
Tee und Küche
Junge Blätter frisch oder getrocknet, als Teekraut und Würzkraut.
Die Zitronenmelisse zählt zu den klassischen Küchen- und Teekräutern und wird in Europa seit der Antike in Gärten und Klöstern kultiviert. Encyclopædia Britannica, Lemon balm (Melissa officinalis)
Herkunft und Anbau der Zitronenmelisse
Zitronenmelisse stammt ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeerraum und Westasien und wird heute in weiten Teilen Europas angebaut. Die Pflanze bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort und lockeren, nährstoffreichen Boden. Für ein möglichst feines Aroma werden die jungen Blätter geerntet, am besten vor der Blüte, wenn der Gehalt an ätherischen Ölen am höchsten ist. Nach der Ernte werden die Blätter schonend getrocknet, damit das flüchtige Zitronenaroma erhalten bleibt. In Bio-Qualität wächst das Kraut ohne chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel, was für saubere, naturbelassene Ware spricht. So gelangt ein Kraut mit klarer Herkunft in die Tasse, statt anonymer Mischware ohne Angabe zu Anbau und Verarbeitung.
Mediterrane Wurzeln
Aus dem östlichen Mittelmeerraum und Westasien verbreitete sich die Zitronenmelisse über Klostergärten in ganz Europa.
Zitronenmelisse, Minze und Zitronengras: der Unterschied im Überblick
Zitronenmelisse, Minze und Zitronengras werden oft verwechselt, gehören aber zu verschiedenen Pflanzen mit klar unterschiedlichem Aroma. Zitronenmelisse und Minze sind zwar beide Lippenblütler, doch Melisse duftet zitronig, während Minze das kühle Menthol-Aroma mitbringt. Zitronengras dagegen ist ein Süßgras aus der Küche Südostasiens mit festen, faserigen Stängeln. Auch die oft gestellte Frage, ob Zitronenmelisse dasselbe wie Melisse sei, lässt sich klar beantworten: Melisse ist die gebräuchliche Kurzform für genau diese Art. Die folgende Tabelle stellt die drei Kräuter gegenüber.
| Merkmal | Zitronenmelisse | Minze | Zitronengras |
|---|---|---|---|
| Familie | Lippenblütler | Lippenblütler | Süßgräser |
| Pflanzenteil | Blätter | Blätter | Stängel |
| Aroma | zitronig, mild | kühl, mentholig | zitronig, grasig |
| Verwendung | Tee, Desserts, Salate | Tee, Getränke, Süßspeisen | asiatische Currys, Suppen |
| Herkunft | Mittelmeerraum | Europa und Asien | Südostasien |
Zitronenmelisse als Tee zubereiten
Zitronenmelissentee gelingt am besten, wenn du die Blätter mit nicht mehr kochendem Wasser übergießt und zugedeckt ziehen lässt, damit das feine Zitronenaroma erhalten bleibt. Rechne mit etwa 1 bis 2 Teelöffeln getrockneter Blätter je Tasse, bei frischen Blättern nimmst du eine gute Handvoll. Das Zudecken während der Ziehzeit hält die flüchtigen ätherischen Öle im Aufguss, statt sie mit dem Dampf entweichen zu lassen. Wer möchte, süßt den fertigen Tee mit einem Löffel Honig oder verfeinert ihn mit einer Scheibe Zitrone.
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1Dosieren1 bis 2 TL je Tassegetrocknete Blätter, locker
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2Aufgießenca. 90 Gradnicht mehr kochend
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3Ziehen5 bis 10 Minutenzugedeckt ziehen lassen
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4Genießenabseihennach Wunsch mit Honig
Über den Tee hinaus lässt sich Zitronenmelisse vielseitig einsetzen: als Aroma in Sirup und selbst gemachter Limonade, fein gehackt über Obstsalat oder Quark, als frische Note in Sommergetränken oder als Garnitur auf Desserts. Ihr mildes Zitrusaroma passt besonders gut zu Beeren, Melone und Zitrusfrüchten.

Zitronenmelisse trocknen, einfrieren und aufbewahren
Zitronenmelisse lässt sich sowohl trocknen als auch einfrieren, wobei getrocknete Blätter länger haltbar sind und eingefrorene Blätter das frische Zitronenaroma besser bewahren. Getrocknete Ware gehört luftdicht, dunkel und trocken verschlossen, damit die ätherischen Öle nicht verfliegen. Wer frische Blätter aus dem Garten verarbeitet, friert sie am einfachsten portionsweise ein, etwa gehackt in einer Eiswürfelform mit etwas Wasser. Frische Zitronenmelisse schmeckt lebendiger und etwas spritziger, getrocknete ist milder, dafür das ganze Jahr über griffbereit.
- Getrocknet lagern: luftdicht, dunkel und trocken, so bleibt das Aroma lange erhalten.
- Einfrieren: frische Blätter gehackt in Eiswürfelform mit Wasser portionieren.
- Frisch vs. getrocknet: frisch spritziger, getrocknet milder und ganzjährig verfügbar.
- Aroma schützen: Blätter erst kurz vor der Verwendung zerreiben oder schneiden.
Bio-Qualität bei Zitronenmelisse erkennen
Gute Zitronenmelisse erkennst du an ganzen, grünen und aromatischen Blättern ohne größere Stängelanteile sowie an einer klaren Bio-Herkunft mit ausgewiesener Kontrollstelle. Kräftig grüne Farbe und ein deutlicher Zitronenduft beim Öffnen der Packung sind gute Zeichen für frische, schonend getrocknete Ware. Viele braune Bruchstücke, wenig Duft oder ein hoher Stängelanteil deuten dagegen auf ältere oder einfacher verarbeitete Ware hin. In Bio-Qualität wächst das Kraut ohne chemisch-synthetische Pestizide, und eine Laborprüfung auf Rückstände schafft zusätzliche Sicherheit über die Reinheit.
Ganze Blätter
Überwiegend ganze, grüne Blätter statt viel Stängel und Bruch.
Klarer Duft
Deutliches Zitronenaroma beim Öffnen als Zeichen für Frische.
Bio-Anbau
Ohne chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel angebaut.
Laborgeprüft
Prüfung auf Rückstände für nachvollziehbare Reinheit.
Für eine zitronig-frische Teemischung passt Bio Pfefferminze gut zur Melisse, weil sich das kühle Menthol und das milde Zitrusaroma ergänzen. Zum Süßen des fertigen Aufgusses eignet sich ein Löffel Bio Blütenhonig.
Zitronenmelisse in Küche und Alltag verwenden
Zitronenmelisse bringt ein mildes, zitroniges Aroma in Getränke und Speisen und lässt sich damit weit über den klassischen Tee hinaus einsetzen. Frisch gehackt verfeinert die Melisse Salate, Quark und Joghurt, in Sirup oder Limonade sorgt sie für eine sommerliche Note, und als Garnitur macht sie Desserts und Obstteller aromatischer. Wer gern eigene Teemischungen zusammenstellt, kombiniert Melisse mit Minze oder Kamille zu einem milden Kräutertee. So wird aus einem einzelnen Kraut eine vielseitige Zutat für die ganze Saison.
Hinweis: Zitronenmelisse ist ein Küchenkraut und Lebensmittel, kein Arzneimittel. Bei gesundheitlichen Fragen oder zur Verträglichkeit hilft ärztlicher Rat weiter. Eine Anleitung für eine eigene Mischung findest du in unserem Beitrag Kräutertee selber mischen, weitere Kräuter im Bio Kräuter Sortiment.
